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Sonntag, 23. Mai 2010

über (m)eine frau

herr balduin,
nachdem ich dir im letzten brief ein paar brudergeschichten zum besten gegeben habe, heute ein paar begebenheiten der letzten tage, die meine frau betreffen. sie bildet sich hin und wieder gern auch in ihrer freizeit fort. in einem rehazentrum unserer stadt finden regelmäßig öffentliche vorträge statt - also optimale vorraussetzung. vergangenen samstag war das thema: "gehirnjogging". in dem glauben das inhalte vermittelt werden die einen in der praxis mit älteren menschen helfen, begab sie sich dahin. doch weit gefehlt. es war eher so eine versammlung für leute die gehirngymnastik für den eigenbedarf erlernen wollten. und so saß sie dann unter ca. 14 rentnern und machte "gedankenkniebeuge"... und weil wir gerade bei älteren mitbürgern sind. also wir unterwegs waren sagte sie plötzlich zu mir: "guck mal, die frau da hat die gleiche strickjacke wie ich." ich darauf: "eigentlich freut man sich doch nicht besonders darüber, wenn man die eigene begleitung bei anderen sieht, oder?" sie gar nicht darauf eingehend: "mhmm, die frau ist auch schon eine omi."
fritz

Montag, 17. Mai 2010

brudergeschichten

herr balduin,
gestern wurde bei uns im sonntäglichen gottesdienst taufgedächtnis gefeiert. es war nur ein kind da. dies ist mit seiner mutter (oder eher andersherum) nach vorn gekommen. an den altarkerzen wurde dann die taufkerze des kindes angezündet und über ihm der segen gesprochen. wie die handlung so vor sich ging musste ich an meine eigenen "taufgedächtnisse" denken und an meinen jüngsten bruder. dieser wollte sich mit 7 jahren aus irgendeinem grund taufen lassen und gedenkt seitdem (schon einige jahre) sehr gewissenhaft daran. dieses jahr versäumten meine eltern diesen tag. er nicht. er holte seine taufkerze, zündete sie sich an und feierte für sich selbst mit einigen bildern von damals. wie ich gerade darüber berichte werde ich ganz ehrfürchtig und denke, dass ich von ihm einiges lernen könnte!
ach noch was, in dem zimmer meines bruders hängt eine bilderfolge seines lebens. die müssen das irgendwann einmal in der schule angefertigt haben und ihm war es so wichtig, dass er es sich in seinem zimmer aufgehangen hat. da gibt es zu beginn ultraschallbilder, dann kommen babybilder und immer so weiter. so sind etliche stationen auf seinem kurzen lebensweg festgehalten. dieses bewusstwerden für das eigene leben gefällt mir sehr. was man nicht alles in der schule hätte lernen können ...
fritz

brandenburg und landstraßen


guten abend mein freund,
meine liebe gattin und ich sind gestern zu einen kleinen kurzurlaub aufgebrochen. einfach ganz ungeplant ins ungewisse fahren zählt nicht gerade zu meinen stärken. wie so ein kleiner junge war ich aufgeregt - und das, obwohl unser ziel gar nicht so weit in der ferne lag. (achtung, jetzt kommt der werbeblock nr. 1) das "unerkannte" brandenburg mit seiner wunderbaren wasserlandschaft haben wir mit unserer gegenwart beglückt. schön war es! den hin- und rückweg haben wir ganz unkonventionell ausschließlich auf landstraßen zurück gelegt. geleitet wurden wir dabei von meiner interpretation der landkarte. (achtung, jetzt kommt werbeblock nr.2) diese art des reisens kann ich nur wärmstens empfehlen. da wird autofahren schon teil der erholung - vorrausgesetzt man hält es mal aus nicht durchs leben zu rasen. und abgesehen von der perspektiveränderung gibt es ausreichend zum gucken und wenn man glück hat viele lustige momente. einer davon ist oben bildlich festgehalten. er ereilte uns plötzlich und unerwartet :-)
fritz

Mittwoch, 12. Mai 2010

nur für die schwester


liebes schwesterlein,
heute mal ein brief für dich auf diese art und weise - sieht wirklich gut aus .... ;-)
fritz und gattin

Montag, 26. April 2010

versprochen ist versprochen

guten tag herr balduin,
am wochenende durfte ich gast auf einer hochzeit sein. schön war es. ein gedanke aus der traupredigt hängt mir nun immer noch nach. der pfarrer erzählte von einem ökumenischen traugottesdienst, den er miterlebt hat. der katholische priester nahm zur trauhandlung seine stola ab und legte diese symbolisch für das zusammengehören über die hände des brautpaares. nachdem er dies erzählt hatte, machte der pfarrer darauf aufmerksam, dass dies keine fessel ist. dieser gedanke hat mir sehr imponiert. eine zugehörigkeit die nicht fesselt, sondern die dadurch gehalten wird, dass die partner sich nicht loslassen.
in diesem zusammenhang passt auch ein gedanke, der mir beim nachsinnen über mein eigenes eheversprechen gekommen ist. so ein, wie auch jedes andere versprechen, hat zwei dimensionen. zum einen natürlich, dass ich mich meiner frau gegenüber "verbindlich" mache. das könnte sie dann auch einfordern. aber zum anderen ist eine solche zusage auch immer wieder für den, der sie selber ausspricht. ich mache mich also mir selbst gegenüber verbindlich. ich verspreche den anderen etwas, doch halte ich es nicht nur, wenn der andere es einfordert, sondern ich bin es mir selber schuldig.
fritz

Montag, 12. April 2010

sonntagsschön

guten tag herr balduin,
wenn ich mich recht entsinne habe ich dir schon einmal von meinen "sonntagsfrust" berichtet. an vielen sonntagen überfällt mich die melancholie, grauheit und langeweile. gestern war es nicht so! (angeregt durch verschiedenes versuchen wir den sonntag seit kurzem bewusst etwas lebensfroher als sonst zu zelebrieren.) und es war tatsächlich so etwas wie "schön". als meine kelinstfamilie am abendbrottisch saß, konnte ich sogar sagen: "ich bin glücklich." mal sehen, vielleicht schreib ich dir irgendwann einmal: welch ein glück, es gibt sonntag!
fritz

Sonntag, 28. Februar 2010

soldatengeschichte

herr balduin,
am wochenende hatten wir mal wieder große familienkonferenz anlässlich der goldenen hochzeit meiner großeltern. und so kam es, dass wir in geselliger runde über die dinge des alltages ins reden kamen. einer meiner cousins ist derzeit bei der bundeswehr unter vertrag. jetzt darfst du in den genuss kommen, einer seiner ersten eindrücklichen erlebnisse zu teilen: erster tag. anreise. bis spät in die nacht mussten die neuankömmlinge irgendwelche papiere ausfüllen. mein cousin, recht müde, tat seine ganzen mitbringsel dann nur noch schnell in den spint, schloss diesen zu und ging zu bett. am nächsten morgen wurde 5 uhr geweckt und gesagt, dass sich alle wenige minuten später vor den stuben zu treffen hätten. mein cousin (er ist morgens sowieso immer etwas verpeilt - das habe ich schon oft miterlebt) stand nun auf, begab sich zu seinen spint und stellte fest, dass er nirgends den benötigten schlüssel fand. nach einer etwas hektischen suchaktion dämmerte es ihn - er hatte ihn in seiner müdigkeite im spint vergessen und somit mit eingeschlossen. das ende vom lied war, dass weinige minuten später die gesammte truppe angekleidet sich vor ihren stuben versammelte. außer er, er stand in seinem nachtzeug da ...
fritz

Samstag, 6. Februar 2010

traditionelle familie immer seltener

herr balduin,
gestern stockte ich beim lesen eines zeitungsartikels. dieser war überschrieben mit: "traditionelle familie immer seltener." in dem artikel werden anhand von statistiken des statistischen bundesamt in wiesbaden die entwicklungen der familienzusammensetzungen der letzten jahre aufgezeigt. zwar wachsen immer noch die meisten jugendlichen in traditionellen familienformen auf(schließt aber auch adoptiv-, pflege-, und stiefkinder, sowie patchworkfamilien mit kindern aus früheren beziehungen und ehen ein). doch stieg die zahl der alleinerziehenden elternteile seit dem jahr 1996 um 37%. 2008 lebte außerdem jeder vierte Jugendliche in einer anderen alternativen familienformen. gerade im osten verliert die klassische familie immer mehr an bedeutung.
dann gab es noch ein zitat des direktors des deutschen jugendinstitutes in münchen, thomas rauschebach. dieses finde ich absolut bedenklich und deswegen schreibe ich dir das alles eigentlich auch. er fordert, dass gesellschaft und politik sich viel stärker auf dieses gemengelage einstellen müssten. das muss sie wahrscheinlich wirklich! doch dann sagt er noch dazu: "heranwachsende müssen früh lernen, selbstständig zu werden, und sich nicht darauf zu verlassen, dass papa und mama immer zusammen bleiben." ist das die lösung? die jugendlichen müssen sich wohl notgedrungener maßen den herausforderungen stellen, aber sollen sie wirklich von vornherein damit rechnen, dass ihre eltern sich irgendwann trennen? vielleicht verstehe ich ihn falsch, vielleicht ist das zitat aus dem zusammenhang gerissen worden - doch so wie es ist, kann es meiner meinung nach nicht stehen gelassen werden. diese forderung ist unmenschlich und überfordert kinder und jugendliche maßlos. das bedürfnis nach sozialer sicherheit soll so kampflos hingegeben werden? anstatt zu agieren soll nur reagiert werden? ich verstehe das nicht. ja, unsere zeit stellt die herkömmliche familie infrage, aber hat die zeit recht, sollen wir uns ihr beugen?
fritz

ps: diese zeilen sind nicht falsch zu verstehen. ich bin mir sehr wohl bewusst, dass nicht jede gescheiterte partnerschaft, oder ehe über den gleichen kamm geschert werden kann. es ist keine anklage an betroffene! dafür ist das leben zu komplex. doch ich wehre mich dagegen, dergleichen dinge von kindern zu fordern!

pss: quelle: dnn, freitag der 05.februar 2010

Montag, 1. Februar 2010

was du mir bedeutest


herr balduin,
vor einer ganzen weile habe ich dir von einer älteren frau geschrieben, die mir davon erzählte, dass sie mit ihren mann jeden monat hochzeitstag begeht. meine werte ehegattin und ich haben uns das zum vorbild genommen und deswegen heute unseren 6. hochzeitstag gefeiert. unteranderem haben wir mal wieder in unserem fotoalbum geschmökert. wenn dann all die verschiedenen situationen und menschen außen und innen vorbei ziehen, wünscht man sich schon, dass alles noch einmal zu erleben. intensiver zu atmen, bewusster warzunehmen. momente festhalten zu wollen ist wohl haschen nach wind, aber sie in seinem herzen zu bewahren, dass ist vielleicht eine lohnenswerte alternative :-)
fritz

was du mir bedeutest
lässt sich nicht in worte einsperren
meine art zu reden, wie ich es betone ...
zwecklos, es würde nie richtig sein

sag ich das eine, gibt es da noch das andere
fühle ich jenes, denke ich noch dieses
spreche ich es aus
laufe ich gefahr,
dass es fruchtloses geschwätz
in der welt der vielen reden wird

was du mir bedeutest
es ist mir zu hoch, ich begreif es selber nicht

du bist ich
mein leben erfährt sinn durch dein sein
und manchmal sorge
doch diese ist mir allemal lieber als wäre unser wir ein nichts
für dich erhebe ich die fäuste
immer wieder gegen den mir verhassten feind

mit dir zu lachen bedeutet glück
bei dir zu weinen ist schlichter trost
deine tränen sind mir kostbar, sind mir schmerz

du bist mir familie, zuhause, leben
dich zu verlieren wäre ein tod in mir

verspreche ich zuviel?
lüge ich?
ich glaube nicht
denn du, du bist für mich ...

(11.12.09 - für und über k.)

Donnerstag, 7. Januar 2010

bild der generationen


herr balduin,
heute habe ich eine kiste mittlerer größe voller fotos durchgestöbert. dabei viel mir dieses geschichtsträchtige bild in die hände. du wunderst dich vielleicht, da es nicht den anschein großer bedeutung macht. für dich trifft die kritik wohl auch zu. doch für mich nicht. die erklärung: auf diesen bild sind vier generationen zu sehen. meine ur-uroma, meine uroma, meine oma und meine mutter.
fritz

Sonntag, 27. Dezember 2009

mannigfaltigkeit des geld verdienens

herr balduin,
heute kam mir folgende geschichte zu ohren: mein 10jähriger bruder hat weihnachten eine dvd geschenkt bekommen. nun hat er im elterlichen hause, ganz der geschäftsmann, einen kinoabend ins leben gerufen. ein plakat kündigte die vorstellung an. eintritt 2 euro. wer knabberzeug und getränke inklusive haben wollte sollte 4 euro zahlen. nachdem sich der herr papa über die hohen preise echaufiert hat, gab es aber noch mal 50 prozent rabatt :-) allerdings hat sich das mein bruderherz nicht in die eigene tasche gewirtschaftet, sondern für einen guten zweck vorgesehen. die kinogeldeinnahmen wurden dem neuen küchensparprojekt gespendet ... bemerkenswert wie ich finde.
wenn ich darüber nachdenke fallen mir doch glatt noch etliche andere aktionen ein, mit denen meine geschwister und ich in der vergangenheit unser taschengeld aufgebessert haben. aus einem normalen abendbrot wird plötzlich eine gaststätte. da wurde natürlich das essen serviert - man musste aber auch dafür bezahlen. zikus, schattenspieltheater, flohmärkte, wetten, spieleinsätze ... und alles hatte und hat seinen preis. doch am kreativsten find ich immer noch die gottesdienste die wir veranstaltet haben. da war alles mit dabei. altar, begrüßung, predigt, abendmahl, lieder, segen - ja, auch kollekte wurde natürlich eingesammelt ;-) und die eltern mussten zahlen.
fritz

ps: noch mal zur erinnerung, der foto- und kreativwettbewerb unter dem motto: "alles hat seine zeit" läuft noch bis zum 31.12.09 erste einsendungen liegen mir schon vor. spannende bilder und auch eine kurzgeschichte hat den weg hier her gefunden, es darf aber noch mehr werden!

Dienstag, 1. Dezember 2009

nachtgeflüster und familienbildung

herr balduin,
folgendes passierte vergangene nacht. ich ging etwas später als mein mir angetrautes eheweib in das schlafzimmer. fand sie schlafend vor. legte mich selber hin und wälzte mich bis ca 23 uhr von einer seite auf die andere. stille, halbdunkel, gleichmäßiges atmen ... plötzlich setzt sich meine frau neben mir auf und sagt deutlich vernehmbar und im scharfen ton: "was ist denn hier los?" wendet sich zur seite und knipst die nachttischlampe an. ich etwas verwirrt schaue sie mit großen augen an und muss irgendein fragenden wortlaut ihr verdattert vorgetragen haben. sie antwortete: "ach, ich dachte nur das hier jemand den biomüll adventlich verteilt hätte." spätestens mit diesem kommentar brachte sie mich gänzlich in die konfussion. dann legte sie sich wieder hin, schaute mich noch mal etwas verliebt an und machte die augen zu. alles deutete darauf hin, dass sie gedachte weiter zu schlafen. das licht brannte immer noch fröhlich vor sich hin und ich hatte noch keine zeit gehabt die dinge zu deuten. aber das licht störte mich schon und so musste ich sie etwas bestimmt darum bitten, dies wieder zu löschen ...
aus persönlichen gründen möchte ich an dieser stelle den vorgang einfach mal so stehen lassen und nicht bewerten. einjeder entscheide anhand der fakten selbst was er davon hält. so, oder zumindestens so ähnlich hat es sich zugetragen.
schlaf gut, fritz

ps: heute hat die angekündigte familienbildung gestartet. thema: topografie deutschlands. in erster linie habe ich gelernt was ich angeblich mal alles wusste, aber dafür wurde dieses allgemeinbildungsforum ja gestartet. mal sehen welche vorlesungen demnächst abgehalten werden ...

Montag, 26. Oktober 2009

familiengeschichten


hallo herr balduin,
vor einigen wochen saß ich im elterlichen haus am essenstisch. auch die liebe mutter war zugegen. und wie wir nun so dasaßen und uns des abendbrotes erfreuten kam das gespräch auf unsere familie. wir unterhielten uns über meine großeltern, deren geschwister und schließlich auch über meine urgroßeltern. an manchen tagen ernüchtert mich das wissen um meine familie sehr. du musst wissen, die sehnsucht nach vollkommenheit steckt in mir. und je mehr ich von meinen vorfahren erfahre, umso mehr muss ich feststellen, dass meine familiengeschichte alles andere als vollkommen ist. da gibt es scheinbar niemanden den ich mir stolz auf die "flagge malen" würde. die eine seite meiner familie stellt sich mir als etwas sehr kaputtes dar. so viel zerbruch, unglück, bösartigkeit und elend. da will ich lieber gar nicht alles wissen. die andere seite ist da schon etwas gnädiger mit mir. jedoch von einer "heilen welt" auch weit entfernt. die menschen sind kinder ihrer zeit. und mensch sein impliziert wohl immer auch dunkelheit. das habe ich begriffen. und auch meine sehnsucht nach vollkommenheit kann ich nicht mehr so konservativ betrachten. neben allem wissen kenne ich mich ja auch selber noch ...
dennoch erscheinen mir meine "wurzeln" oft nicht als lebensspender, sondern eher als ballast. gern hätte ich irgendeine herrausragende person in meiner ahnenreihe. also niemanden brühmtes oder so. auch kein perfektum, sondern ein mensch, der ein lebendiges leben hatte. dessen geschichten mir kraft für mein eigenes leben geben könnten. der die stürme, herausforderungen und kämpfe des lebens kennt und diese aufrichtig durchschritten ist. vielleicht eine art mythos, in dem ich das kreisen um mich selbst verlieren könnte und teil etwas größeren werde ...

wie gesagt, meine mutter erzählte mir einige familiengeschichten. ich muss dazu sagen, sie ist eine besondere frau. sie gehört nicht zu den "denkern", die das leben ganz bewusst ergründen wollen. aber sie nimmt das leben wie es kommt. kennt reine lebensfreude, weicht dem leid nicht aus, begenet ihrer geschichte und dunkelheit ehrlich und kann wohl gerade deswegen demütig und gütig dem leben anderer begegnen. auch hat sie eine besondere gabe. sie versteht es zusammenhänge zu erfassen. und all diesen dingen liegt eine liebevolle mütterlichkeit zugrunde.
und so erzählte sie dann auch von meinen großeltern und urgroßeltern. das hat mich bewegt und auch etwas mit meiner familie versöhnt!

auch wenn die "moral" wohl etwas überraschend kommt. meine mutter und auch mein vater - von dem schreibe ich vielleicht ein andermal - ohne sie jetzt über die maßen loben zu wollen, sind menschen, die mit ihrem leben für mich lebensspendene wurzeln darstellen. und ich würde meinen kindern viele geschichten von ihren großeltern erzählen können, die sie gern teil ihrer familie sein lassen würden.

die großmutter, die am krankenhausbett zu ihrem sohn sagte: "ich habe dich gern geboren." die nie schlecht über andere leute redete und absolut ehrlich war. die dinge die sie nicht kannte ehrfürchtig behandelte und all ihren kindern wertschätzung entgegen brachte. der großvater, der seinen sohn in den arm nahm und sagte: "na großer, schön das du da bist". der schlicht und einfach glauben lebte, vergab, verantwortung übernahm, menschen half, keine phrasen redete. zwei menschen voller fehler und die sicher nicht alles richtig gemacht haben - aber von denen leben ausgeht.
fritz