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Sonntag, 6. Juni 2010

Freitag, 28. Mai 2010

vergnügt


zwei priester, die einmal so richtig abschalten wollten, fuhren in den süden. gleich nach der ankunft gingen sie in ein geschäft und kauften kurze hosen, sandalen, und sonnenbrillen, um nicht als geistliche erkannt zu werden. als sie am nächsten morgen mit einem drink am strand saßen und die sonne genossen, ging eine bikini-schönheit an ihnen vorüber, lächelte und nickte ihnen freundlich zu: "guten morgen, padres." die beiden staunten - woher in aller welt wusste die frau, dass sie priester waren? am kommenden tag gingen sie erneut in das geschäfft und kauften alles, was echte touristen eben so tragen: quitschbunte hemden, billige fotoapperate, strohhüte. sie setzten sich an den strand, absolut sicher, in diesem aufzug unerkannt zu bleiben. aber wieder kam die schöne im bikini vorbei, lächelte und wünschte den "padres" einen schönen tag. einer der beiden konnte seine neugierde nicht zügeln und lief der schönen hinterher. "eine sekunde, gnädige frau! wir sind ja wirklich stolz, priester zu sein, aber woher wissen sie das - so wie wir angezogen sind?" - "aber pater", antworte die schöne vergnügt, " ich bin es doch, schwester monika!"

Donnerstag, 22. April 2010

man munkelt ...

geschwätz, abrakadabra, rederei, schwadronade, gerede, hickhack, larifari, schmus, sermon, susms, seich, gefabel, phrasen drescherei, blabla, faselei, gefasel, gesabber, gesusms, gewäsch, heckmeck, kiki, palaver, schmonzes, schwafelei, gelaber, geplapper, zeug, schnickschnak, geseich, gesülze, schnack, salm, bafel, gebabbel, gemunkel, munkelei, altweibergeschwätz, tuschelei, geklatsche, geschwatze, getratsche, hechelei, klatscherei, getuschel, geschrei

schon wahnsinn herr balduin, wieviel deutsche worte es für geschwätz gibt... und weil wir schon mal bei der deutschen sprache sind noch ein etwas anderer beitrag dazu. gestern war ich in einer interessanten ausstellung mit dem thema: "was ist schön?". an einer stelle konnte man sich dazu einige audiobeiträge anhören. einer davon handelte von einer umfrage die der dudenverlag und andere, mir gerade enfallene organisationen, durchgeführt hat. es ging um die frage: was ist ihr schönstes deutsche wort (+ begründung)? zwei wiedergegebene fand ich ganz nett. ein neunjähriger junge hat "libelle" vorgeschlagen - begründung: er mag "l" und die libelle hat gleich drei davon und der name klingt so freundlich, dass man libellen schon allein aus diesem grund nicht fürchtet und mag. jemand anders hat "purzelbaum" vorgeschlagen - begründung: es wäre ein so heiteres und angenehmes wort, denn wer schmunzelt nicht bei dem gedanken, dass ein baum vor lauter freude mal eine runde purzelt :-)
ein weiterer audiobeitrag den ich spanned fand widmete sich der frage, was die 4 schönsten und die 4 unangenehmsten geräusche sind - kannst ja mal drauf rum denken.
herzliche grüße,
fritz

Montag, 19. April 2010

kinderstolz

herr balduin,
am wochenende konnte ich mal wieder zeuge eines interessanten dialoges werden. situation ist folgende: eine menschenmenge will von der einen seite eines flusses auf die gegenüberliegende. dazu muss man mit der fähre übersetzen und einen entsprechenden fahrpreis zahlen. kinder unter sechs jahren sind ermäßigt. in der menge steht ein vater mit seinem kleinen jungen - ich nenne ihn hier mal franz.

vater: franz, wie alt bist du!?
sohn: (ganz stolz) ich bin sechs!
vater: ne, du bist fünf. fünf jahre alt sein ist günstiger. wie alt bist du also!?
sohn: (wieder stolz) ich bin sechs!

fritz

Mittwoch, 24. März 2010

sgladschdglei

guten abend herr balduin,
ein schönes privileg des stadtlebens sind für mich unumstritten vereinzelte streetartdelikatessen. heute sprang mir ein recht schlicht daherkommender aufkleber buchstäblich in die augen. darauf war scheinbar nur eine willkürliche aneinanderreihung von buchstaben zu sehen. dies verwirrte mich und brachte so manch gedankengang in bewegung. doch als ich einige augenblicke das klebewerk auf mich habe wirken lassen entschlüsselte sich mir der seltsam anmutende sinn. versuch dich mal darin (siehe titel ;-)
mit grinsendem gruß
fritz

Donnerstag, 4. März 2010

olympisches fieber

herr balduin,
die olympischen winterspiele sind ja nun leider schon vorbei. mit großer begeisterung wurden sie von meiner kleinstfamilie verfolgt. und sehr wohlwollend jeder medaillengewinn wahr genommen - wollten wir doch in der gesamtwertung unbedingt vor den us-amerikanern bleiben. schon komisch. man selbst macht keinen finger krum und fühlt sich dennoch ganz toll und in der position andere beurteilen zu können ... aber das ist ein anderes thema, neben all der anderen berechtigten kritiken an den olympischen auswüchsen. will dir eigentlich nur eine kürzlich gelesene anekdote zum besten geben.
fritz

"warum freust du dich?" fragte diogenes einen jungen mann. "ich habe den sieg bei der olympiade errungen", erwiedert der stolz. "also du hast bewiesen, dass deine mitstreiter im kampf schwächer waren?" "selbstverständlich, man hat mir doch den lorbeerkranz verliehen." "was für eine ehre ist es, dass man schwächere besiegt? fragte diogenes. :-)

Sonntag, 28. Februar 2010

soldatengeschichte

herr balduin,
am wochenende hatten wir mal wieder große familienkonferenz anlässlich der goldenen hochzeit meiner großeltern. und so kam es, dass wir in geselliger runde über die dinge des alltages ins reden kamen. einer meiner cousins ist derzeit bei der bundeswehr unter vertrag. jetzt darfst du in den genuss kommen, einer seiner ersten eindrücklichen erlebnisse zu teilen: erster tag. anreise. bis spät in die nacht mussten die neuankömmlinge irgendwelche papiere ausfüllen. mein cousin, recht müde, tat seine ganzen mitbringsel dann nur noch schnell in den spint, schloss diesen zu und ging zu bett. am nächsten morgen wurde 5 uhr geweckt und gesagt, dass sich alle wenige minuten später vor den stuben zu treffen hätten. mein cousin (er ist morgens sowieso immer etwas verpeilt - das habe ich schon oft miterlebt) stand nun auf, begab sich zu seinen spint und stellte fest, dass er nirgends den benötigten schlüssel fand. nach einer etwas hektischen suchaktion dämmerte es ihn - er hatte ihn in seiner müdigkeite im spint vergessen und somit mit eingeschlossen. das ende vom lied war, dass weinige minuten später die gesammte truppe angekleidet sich vor ihren stuben versammelte. außer er, er stand in seinem nachtzeug da ...
fritz

Montag, 15. Februar 2010

blaue karteikarten

herr balduin,
einige tage sind ins land gegangen seit ich mich das letzte mal bei dir gemeldet habe. und noch mehr würden wohl vergehen, wenn ich auf diesen gewissen "inspirierenden" gedanken warten würde, den man manchmal braucht, um wieder schreiben zu wollen. und weil ich diese zeit nicht verstreichen lassen möchte begab ich mich eben auf die suche nach lohnenswerten worten für heute. so ergab es sich, dass ich gerade an eine kolumne denken musste, die ich vor einiger zeit gelesen habe. der autor berichtete darin von diversen blauen karteikarten. er hat sich zur gewohnheit gemacht alle dinge, die noch erledigt werden müssen, gute gedanken, ideen, termine usw. der wichtigkeit nach sortiert sofort darauf zu notieren. von zeit zu zeit schaut er dann darüber - streicht - ergänzt - schreibt neu. je nachdem was die zeit erfordert oder gebracht hat. und wie ich darüber nachdenke komme ich zu dem schluss, dass mir solche "blauen karteikarten" wohl auch gut tun würden. so könnte neben dem vergessen von terminen auch dem vergessen von guten und inspirierenden gedanken entgegen gewirkt werden. und wenn das gelingt hat man dann vielleicht einen kleinen "vorrat" für schlechte zeiten ...
fritz

ps: etwas lustiges noch. mein brüderlein hatte mal den einfall in der stadt sudokus zu verteilen, die aber letztendlich nicht aufgehen. finde ich wirklich gelungen die idee :-) nun hatte ich einen weiterführenden einfall. man könnte auch puzzels verschenken, die letztendlich nicht passen, oder die mehr teile enthalten als nötig ...

Donnerstag, 4. Februar 2010

no body is perfect


herr balduin,
ich war heute mal wieder "trödeln". in einem modrigen kasten voller alter postkarten fand ich dieses wunderbare bild.
fritz

Mittwoch, 27. Januar 2010

amateurfotografenschicksal

herr balduin,
was geschieht wenn ein popliger amateur-hobby-möchtegernfotograf durch die straßen seiner stadt zieht und ein schönes motiv findet (um es etwas zu konkretiesieren: es war eine tunnelähnliche hausdurchfahrt, mit einem gittertor am inneren ende). also als erstes wird er seine fotografiermaschine zücken und bilder knipsen. weil seine begabungen begrenzt sind, muss er öfter fotografieren, um gewünschten bildlichen eindruck umzusetzen. wenn das haus dummerweise ein hohes regierungsgebäude ist, und das schöne motiv ausgerechnet die dazugehörige einfahrt, werden nach wenigen minuten zwei polizisten aufkreuzen und seinen ausweis sehen wollen. nachdem sie ihn etwas eingeschüchtert haben und seine personalien notierten, wird der amateut-hobby- möchteduweistschonwasfotograf etwas frustriert von dannen ziehen. die bilder sind natürlich nutzlos geworden, weil er darauf hingewiesen worden ist, dass man eine genehmigung braucht, wenn man bilder von öffentlichen gebäuden veröffentlichen will. und so hat der brave und rechtschaffende bürger fritz das erste mal konfliktkontakt mit den gesetzesvollstreckern des deutschen rechtssystemes gehabt ...
fritz

Sonntag, 24. Januar 2010

auch das gibts

herr balduin,
letztens war ich mal wieder mit meinen altbekannten taxifahrer unterwegs. mitlerweile habe wir uns schon gut aneinander gewöhnt und so werden auch die gespräche immer interessanter. an dem tag erzählte er mir welche fahrten heute noch bei ihn anliegen. unteranderem erwähnte er eine spazierfahrt ins erzgebirge mit einer älteren dame. das konnte ich nicht so recht einordnen und so fragte ich nach: "wie jetzt? ihr fahrt einfach so im erzgebirge rum, ohne ziel?" darauf mein taxifahrer: "ja, ich hole die dame ab, dann fahren wir eine weile, gehen was essen und dann geht es wieder zurück." im weiteren verlauf erzählte er mir noch das er diese frau jetzt schon 30 jahre fährt und unteranderem auch ihren umzug mit dem taxi organisiert hat. herr balduin, wenn ich solche geschichten mitbekomme, hätte ich fast selber lust mal taxi zu fahren :-)
fritz

Mittwoch, 20. Januar 2010

der handschuh

herr balduin,
gerade schwirt mir einiges an gedanken und empfindungen durch kopf und herz, aber sie sind noch nicht schreibfertig. also entweder ließt du an anderer stelle mehr davon oder sie sind dann doch ins meer der vergessenheit geraten. dafür ist jetzt platz für etwas alltägliches. ich habe lang schon nicht mehr von unserer adoptivoma berichtet. gestern warn wir mal wieder zum kaffeeklatsch bei ihr. zu schade, dass ich soviel von dem was sie sagt nicht so rüber bringen kann, wie sie es eben tut. oft zitiert sie beispielsweise irgendwelchen sprüche aus ihrer kindheit:
"man hats nicht leicht wenn man mit gewichten handelt und im dritten stock wohnt." ist einer meiner liebsten. oder ein spruch für - ist mir egal: "ich steh mit auf, aber ich bleib auch liegen." eine wonne kann ich da nur sagen :-) wenn du sie nur sehen könntest wie sie vom roller und schlitten fahren erzählt ... auch habe ich mit ihr eine gemeinsamkeit, wir mögen alte balladen. einige haben wir jetzt schon zusammen gelesen. john maynard von theodor fontane, der handschuh und die bürgschaft von schiller, oder der erlkönig von goethe - kaum zu glauben, aber da wird man dankbar für seine schulbildung. jetzt noch zwei zitate von ihr und dann "der handschuh", um diesen briefen etwas kultur beizufügen.
fritz

"da war mein mann schon mode." (sagte sie beim erzählen einer lebensgeschichte)
"geh mir aus den augen, oder ich krieg dich." (sagte sie zu einem stück kuchen)

der handschuh

vor seinem löwengarten,
das kampfspiel zu erwarten,
saß könig franz,
und um ihn die großen der krone,
und rings auf hohem balkone
die damen in schönem kranz.

und wie er winkt mit dem finger,
auf tut sich der weite zwinger,
und hinein mit bedächtigem schritt
ein löwe tritt
und sieht sich stumm
rings um,
mit langem gähnen,
und schüttelt die mähnen
und streckt die glieder
und legt sich nieder.

und der könig winkt wieder,
da öffnet sich behend
ein zweites tor,
daraus rennt
mit wildem sprunge
ein tiger hervor.

wie der den löwen erschaut,
brüllt er laut,
schlägt mit dem schweif
einen furchtbaren reif,
und recket die zunge,
und im kreise scheu
umgeht er den leu
grimmig schnurrend,
drauf streckt er sich murrend
zur seite nieder.

und der könig winkt wieder;
da speit das doppelt geöffnete haus
zwei leoparden auf einmal aus,
die stürzen mit mutiger kampfbegier
auf das tigertier;
das packt sie mit seinen grimmigen tatzen,
und der leu mit gebrüll
richtet sich auf - da wird's still;
und herum im kreis,
von mordsucht heiß,
lagern sich die greulichen katzen.

da fällt von des altans rand
ein handschuh von schöner hand
zwischen den tiger und den leun
mitten hinein.

und zu ritter delorges spottender weis',
wendet sich fräulein kunigund:
"herr ritter, ist eure lieb' so heiß,
wie ihr mir's schwört zu jeder stund,
ei, so hebt mir den handschuh auf."

und der ritter in schnellem lauf
steigt hinab in den furchtbarn zwinger
mit festem schritte,
und aus der ungeheuer mitte
nimmt er den handschuh mit keckem finger.

und mit erstaunen und mit grauen
sehen's die ritter und edelfrauen,
und gelassen bringt er den handschuh zurück.
da schallt ihm sein lob aus jedem munde,
aber mit zärtlichem liebesblick -
er verheißt ihm sein nahes glück -
empfängt ihn fräulein kunigunde.
und er wirft ihr den handschuh ins gesicht:
"den dank, dame, begehr ich nicht!"
und verläßt sie zur selben stunde.



(1797)

Donnerstag, 14. Januar 2010

ungehorsam der kirchendiener

herr balduin,
in der bekannten hymne: "ode an die freude" heißt es: "... wem der grosse wurf gelungen, eines freundes freund zu sein, wer ein holdes weib errungen, mische seinen jubel ein! ...". worte, die sich dem wert von beziehungen witmen und meiner meinung nach einen sehr richtigen weg damit beschreiten. doch das nur am rande. denn ich möchte mal wieder eine kleine anektode über mein holdes eheweib der welt zum besten geben. da wir nun tag ein tag aus das leben miteinander teilen habe ich unteranderem das große vorrecht ihre für die meisten menschen verborgenen wunderbar witzigen seiten zu erleben und zu genießen :-) und so saßen wir am vergangenen sonntag in der kirche. alles nahm seinen gewohnten gang, nur der kirchendiener war etwas unsicher in seinem auftreten. als dieser dann mit einer gehilfhin die kollekte einsammelte kam es zu einem kleinen eklat. das kollektenlied war zu ende und die beiden standen noch weit vom altar entfernt im gang. der herr pfarrer machte sie mit einer handbewegung darauf aufmerksam und forderte sie auf nach vorn zu kommen. in diesem moment drehte sich meine frau ganz aufgeregt zu mir und flüsterte nach worten ringend ganz empört: "die sind ungehorsam!" dieser ausspruch und die damit bei mir freigesetzte vorstellung begeistert mich noch immer - auch wenn sie mir nachher erklärte, dass sie eigentlich statt "ungehorsam, unsicher" gemeint hatte. :-) ach und noch was, gestern fand zwischen uns mal wieder eines der legendären bettgespräche statt. wir lagen schon eine weile und haben uns auch schon eine gute nacht gewünscht, da fragt mich meine frau plötzlich, ob sie das licht löschen solle. (nur für den leser, kein licht brannte mehr!) ich war ganz gespannt auf die reaktion und sagte einfach nur: "ja." da drehte sie sich zur seite um ihr vorhaben in die tat umzusetzen und bemerkte erst da ihren verschlafenen irtum. sie stammelte noch irgendeine erklärung für ihr verhalten und gab sich dann dem traumland wieder hin...
"wer ein holdes weib erungen mische seinen jubel ein" :-)
fritz

Sonntag, 27. Dezember 2009

mannigfaltigkeit des geld verdienens

herr balduin,
heute kam mir folgende geschichte zu ohren: mein 10jähriger bruder hat weihnachten eine dvd geschenkt bekommen. nun hat er im elterlichen hause, ganz der geschäftsmann, einen kinoabend ins leben gerufen. ein plakat kündigte die vorstellung an. eintritt 2 euro. wer knabberzeug und getränke inklusive haben wollte sollte 4 euro zahlen. nachdem sich der herr papa über die hohen preise echaufiert hat, gab es aber noch mal 50 prozent rabatt :-) allerdings hat sich das mein bruderherz nicht in die eigene tasche gewirtschaftet, sondern für einen guten zweck vorgesehen. die kinogeldeinnahmen wurden dem neuen küchensparprojekt gespendet ... bemerkenswert wie ich finde.
wenn ich darüber nachdenke fallen mir doch glatt noch etliche andere aktionen ein, mit denen meine geschwister und ich in der vergangenheit unser taschengeld aufgebessert haben. aus einem normalen abendbrot wird plötzlich eine gaststätte. da wurde natürlich das essen serviert - man musste aber auch dafür bezahlen. zikus, schattenspieltheater, flohmärkte, wetten, spieleinsätze ... und alles hatte und hat seinen preis. doch am kreativsten find ich immer noch die gottesdienste die wir veranstaltet haben. da war alles mit dabei. altar, begrüßung, predigt, abendmahl, lieder, segen - ja, auch kollekte wurde natürlich eingesammelt ;-) und die eltern mussten zahlen.
fritz

ps: noch mal zur erinnerung, der foto- und kreativwettbewerb unter dem motto: "alles hat seine zeit" läuft noch bis zum 31.12.09 erste einsendungen liegen mir schon vor. spannende bilder und auch eine kurzgeschichte hat den weg hier her gefunden, es darf aber noch mehr werden!

Donnerstag, 10. Dezember 2009

das notenbuch


guten tag herr balduin,
wie wohl die meisten kinder und einige der erwachsenen habe auch ich einen adventskalender. meine frau beschenkt mich jeden tag mit einer überraschung. einen kuchen, einen besuch in einer fotogalerie, einem hörbuch, spieleabend mit wein, rückengrabbeleinheit usw. unteranderem war an einem tag auch ein abstecher in einen nahe gelegenen trödelmarkt vorgesehen - ich liebe es zu stöbern und zu trödeln! und so fanden wir uns an besagten nachmittag in einer großen trödelscheune wieder. nach einiger zeit fand sich auch ein erster schatz. ein dickes altes notenbuch. es ging uns dabei weiniger um die musik, sondern eher um den kreativen wert. was man nicht alles daraus herstellen kann ... nachdem noch so manch anderes zu unserem einkauf hinzugekommen ist, ging es zum bezahlen. dabei ergab sich ungefähr folgender dialog:

ich: "drei euro kostet das notenbuch, oder?"
verkäufer: "wie kommen sie denn darauf?"
ich: "das steht so drin."
verkäufer: "zeigen sie mal her ... oh, dass wurde vom vorbesitzer so reingeschrieben, nicht von uns! aber können wir so machen. denn wenn die leute noten kaufen weiß ich, dass sie diese dann auch nutzen."
ich: in gedanken (und wie ich die nutzen werde) in worten: "ja"
verkäufer: "spielen sie selber, wenn ich fragen darf?"
ich: bezahle schnell, bevor er es sich anders überlegt und sage: "äh nein."
verkäufer: "was machen sie denn sonst damit."
ich: " ... na ja, wir zerschneiden die und basteln irgendwelche dinge daraus."

fritz

ps: falls jemand weihnachtspost mit notenbriefumschlag möchte so muss er sich nur bei uns melden :-)

Dienstag, 1. Dezember 2009

nachtgeflüster und familienbildung

herr balduin,
folgendes passierte vergangene nacht. ich ging etwas später als mein mir angetrautes eheweib in das schlafzimmer. fand sie schlafend vor. legte mich selber hin und wälzte mich bis ca 23 uhr von einer seite auf die andere. stille, halbdunkel, gleichmäßiges atmen ... plötzlich setzt sich meine frau neben mir auf und sagt deutlich vernehmbar und im scharfen ton: "was ist denn hier los?" wendet sich zur seite und knipst die nachttischlampe an. ich etwas verwirrt schaue sie mit großen augen an und muss irgendein fragenden wortlaut ihr verdattert vorgetragen haben. sie antwortete: "ach, ich dachte nur das hier jemand den biomüll adventlich verteilt hätte." spätestens mit diesem kommentar brachte sie mich gänzlich in die konfussion. dann legte sie sich wieder hin, schaute mich noch mal etwas verliebt an und machte die augen zu. alles deutete darauf hin, dass sie gedachte weiter zu schlafen. das licht brannte immer noch fröhlich vor sich hin und ich hatte noch keine zeit gehabt die dinge zu deuten. aber das licht störte mich schon und so musste ich sie etwas bestimmt darum bitten, dies wieder zu löschen ...
aus persönlichen gründen möchte ich an dieser stelle den vorgang einfach mal so stehen lassen und nicht bewerten. einjeder entscheide anhand der fakten selbst was er davon hält. so, oder zumindestens so ähnlich hat es sich zugetragen.
schlaf gut, fritz

ps: heute hat die angekündigte familienbildung gestartet. thema: topografie deutschlands. in erster linie habe ich gelernt was ich angeblich mal alles wusste, aber dafür wurde dieses allgemeinbildungsforum ja gestartet. mal sehen welche vorlesungen demnächst abgehalten werden ...

Sonntag, 22. November 2009

anti-tourist


herr balduin,
vor einiger zeit ... oh nein, bevor ich das erzähle eine kleine erklärung, damit du die tragweite dessen verstehst, was ich gleich berichten werde. ich habe eine recht unrationale abneigung gegen typische touristen. du weißt schon, solche die man auf hundert meter gegen den wind riecht. auffallend lässige kleidung, bauchtasche, sonnenbrille, fotoapperat oder sonstige utensilien sind meist eindeutige erkennungsmerkmale für diese spezie mensch - und genau für sojemanden will ich nicht gehalten werden. Warum? mir sind diese leute oft schlicht und ergreifend einfach etwas peinlich und außerdem leide ich unter dem anders-sein-wollen-als-die-masse-komplex. soweit zur erklärung, nun zum anfang.
vor einiger zeit war ich zum kurzbesuch in der schönen stadt lübeck ... an dieser stelle muss ich noch einmal ein kleines deteil einfügen: ich fotografiere gern und für den fall der fälle, dass sich mir schöne motive in den weg stellen nehme ich oft die familienkammera mit ... weiter im text. ich schlender mit der fotografiemaschiene durch eine gasse lübecks. mache hier und dort ein foto und ahne nichts böses. doch genau dieses bahnte sich in form eines kleines mädchens den weg zu mir. sie saß auf den arm ihrer mama und zeigte mit ihren süßen kleinen fingern auf alles mögliche und ihre mutter musste sagen was das ist: "ein haus" - und das? "ein auto" und das? "ein baum" ... als wir ungefähr auf der gleichen höhe waren zeigte das mädchen plötzlich auf mich - und das? - die mutter sagte eiskalt und ohne rücksichtnahme auf meine sensibles gemüt: "das ist ein tourist!" die welt schien still zu stehen. gesagtes kann man nicht mehr zurück nehmen und ich musste den scherbenhaufen zusammenkehren.
dieser fotoapperat macht es mir aber auch so gut wie unmöglich mich von den touristen dieser welt abzugrenzen.
selbst in meiner heimatstadt wurde ich schon wieder von so einer touristenfängerin angesprochen: "interesse an einer rundfahrt?"
der einzige trost sind mir die mehr oder weniger schönen fotos... ;-)
fritz

Donnerstag, 12. November 2009

verräterisches detail

herr balduin,
vor einigen tagen saß ich am bahnhof und habe gewartet. mein blick schweifte umher und ich beschaute und beguckte die leute, die in meiner nähe standen. da entdeckte ich etwas wirklich lustiges. ein junges pärchen stand mir zugewandt, händchenhaltend und auch sonst ganz normal. nur ein kleines detail lächelte mich verschmitzt an. um genauer zu sein, es waren eigentlich zwei. also, der junge mann (das finde ich auch gar nicht schlimm) hatte an seiner oberlippe ein herpesbläschen. als ich die junge frau daraufhin musterte bemerkte ich an ihre oberlippe ebenfalls ein solches. nun musste ich es genauer wissen. mein blick ging wieder zum mann - und wieder zu der frau - tatsächlich! etwas amüsiert stellte ich fest, dass besagte stellen zusammenpassten. mein detektivsinn hatte mich nicht getäuscht. eine knutscherei muss der ursprung dieser kombination gewsesen sein :-)
fritz

ps: meine frau fand das nicht so lustig, meine liebe mutter hat dagegen herzlich drüber gelacht. da dachte ich mir, dass du es vielleicht auch etwas witzig findest.