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Sonntag, 4. Juli 2010

experten fürs leben

hallo herr balduin,
seit geraumer zeit lese ich mal wieder recht intensiv zeitung. will dir von einen interessanten artikel schreiben und daraus zitieren. darin wurde von einer fotoausstellung in einem altenpflegeheim berichtet. die ausstellung beinhaltete neun porträts von alten menschen, die unter dem titel "altersbilder" stehen. dazugehörig gibt es noch texte in denen die abgebildeten menschen auf ihr leben zurück schauen und an die hilfsbereitschaft der jüngeren generationen appellieren. in dem artikel war unteranderem noch folgendes zu lesen:

"alte menschen sollen die betrachter hier als "experten fürs leben" kennen lernen. experten, weil sie eine sache nicht nur oberflächlich kennen, sondern intensiv damit vertraut sind. es sind keine besserwisser, aber sie sind durch erfahrung klug geworden. "expertin bei liebeskummer sucht ausgehhilfe" ist da unter dem porträt einer alten frau zu lesen. oder uner dem eines alten mannes: "experte für lebensfreude sucht rollstuhlschieber." auf das miteinander der generationen kommt es an, sie brauchen einander. ... im mittelpunkt der kampagne steht die lebenserfahrung alter menschen: lebenskrisen meistern, herausforderungen überwinden, lebensfreude und dankbarkeit spüren - das alles macht ein erfülltes leben aus. junge menschen sollen erkennen, was für ein schatz sich in jedem alten menschen verbergen kann. er kann helfen, die eigenen herausforderungen im alltag zu meistern."

eine sehr angenehme initiative, mir gefällt diese idee!
frritz

(quelle: dnn vom 3./4. juli 2010 - thomas gärtner)

Donnerstag, 24. Juni 2010

fußballgedanken

herr balduin,
nun kommt das unvermeidliche - auch ich denke etwas über die fußballweltmeisterschaft zum besten geben zu müssen. ich habe, wenn ich mich recht entsinne, gestern ein auto gesehen, dass hatte links und rechts eine deutschlandflagge und zusätzlich noch die karosserie mit drei großen aufklebern in den nationalfarben dekoriert. doch der fahrer sah überhaupt nicht deutsch aus. schwarze haare und sehr dunkle haut. letztens in der kneipe bot sich mir ein ganz ähnliches bild. mir gegenüber saß ein sehr mitfiebernder ausländisch aussehender mann im deutschlandtrikot. beim darüber nachdenken bin ich von diesen beobachtungen richtig begeistert. wie die deutschen, mit offensichtlichen ausländischen wurzeln, sich so zu ihrem jetzigen heimatland bekennen. ein starke geste!
in einem kürzlich gelesenen interview erwiederte der spieler cacau auf die frage was er dazu denke, dass im deutschen team so viele spieler mit migrationshintergrund spielen: er freue sich darüber weil es zeigt, dass es in deutschland möglich ist sich gelingend in die gesellschaft einzubringen und teil von ihr zu werden.
bisher habe ja auch ich immer etwas die "ausländerquote" im deutschen team belächelt, aber unter diesem gesichtspunkt eine tolle sache! und ja, auch eine ermahnung. zugehörigkeit kann, und muss vielleicht auch hin und wieder anders gedacht werden.
fritz

Montag, 7. Juni 2010

vernissage

hier kommt ein kleiner nachtrag zum buchprojekt. vor einiger zeit kam die idee auf, die veröffentlichung mit einer vernissage-ähnlichen zusammenkunft zu verbinden.
geplant ist eine kleine feier mit anständigen inhalt. mal platt gesagt soll es ums schlichte "leben" gehen - ungeschminkt, wirklichkeitsnah und dennoch hoffnungsvoll.
dabei wird es sich nicht nur um das buch drehen, sondern es soll eher die idee des buches aufgegriffen werden. also vorhandenes potential ausschöpfen, raum zum gestalten und gespräch geben und "lebensfreude" praktizieren. wollen ein paar leute fragen ob sie jeweils 2-3 lieder singen. dann andere anfragen ob sie ein kurzers plädoyer oder rede für ein projekt oder eine bestimmte idee halten. eine kleine lesung wird auch dabei sein, vielleicht noch etwas, was einer galerie gleichkommt, möglichkeiten um ideen auszutauschen und zu entwickeln und natürlich noch ein paar kleinigkeiten zum essen und trinken ...

jetzt kommst du ins spiel, vorrausgesetzt du findest die idee gut, hast am 26. juni zeit und würdest die mühe auf dich nehmen nach dresden oder umgebung zu kommen.
bitte gib in diesem fall bescheid und du erhälts eine richtige einladung mit allen weiteren informationen.
herzliche grüße von der organisationsmann- und frauschaft

ps: nur zur konkretisierung unserer erwartungen. es wird wohl eine einfache kleine zusammenkunft von ein paar leuten sein, nichts spektakuläres aber vielleicht mit ein bisschen nachhaltigkeit.

Donnerstag, 22. April 2010

man munkelt ...

geschwätz, abrakadabra, rederei, schwadronade, gerede, hickhack, larifari, schmus, sermon, susms, seich, gefabel, phrasen drescherei, blabla, faselei, gefasel, gesabber, gesusms, gewäsch, heckmeck, kiki, palaver, schmonzes, schwafelei, gelaber, geplapper, zeug, schnickschnak, geseich, gesülze, schnack, salm, bafel, gebabbel, gemunkel, munkelei, altweibergeschwätz, tuschelei, geklatsche, geschwatze, getratsche, hechelei, klatscherei, getuschel, geschrei

schon wahnsinn herr balduin, wieviel deutsche worte es für geschwätz gibt... und weil wir schon mal bei der deutschen sprache sind noch ein etwas anderer beitrag dazu. gestern war ich in einer interessanten ausstellung mit dem thema: "was ist schön?". an einer stelle konnte man sich dazu einige audiobeiträge anhören. einer davon handelte von einer umfrage die der dudenverlag und andere, mir gerade enfallene organisationen, durchgeführt hat. es ging um die frage: was ist ihr schönstes deutsche wort (+ begründung)? zwei wiedergegebene fand ich ganz nett. ein neunjähriger junge hat "libelle" vorgeschlagen - begründung: er mag "l" und die libelle hat gleich drei davon und der name klingt so freundlich, dass man libellen schon allein aus diesem grund nicht fürchtet und mag. jemand anders hat "purzelbaum" vorgeschlagen - begründung: es wäre ein so heiteres und angenehmes wort, denn wer schmunzelt nicht bei dem gedanken, dass ein baum vor lauter freude mal eine runde purzelt :-)
ein weiterer audiobeitrag den ich spanned fand widmete sich der frage, was die 4 schönsten und die 4 unangenehmsten geräusche sind - kannst ja mal drauf rum denken.
herzliche grüße,
fritz

Freitag, 19. März 2010

lesegedanken


herr balduin,
in den vergangenen tagen habe ich mich mal intensiver mit der lektüre tageszeitung befasst. dabei laß ich ein artikel über die derzeit in leipzig laufende buchmesse. der direktor davon, oliver zille, hat in einem interview einige spannende aussagen von sich gegeben:
"... wer nicht liest, wird in der weiteren entwicklung benachteiligt. dem fällt es schwer, sich zu artikulieren, in zusammenhängen zu denken, selbstständig entscheidungen zu treffen, sich zu organisieren, einen job zu finden. wenn jemand das lesen für sich entdeckt hat, kann er auch mit anderen medien arbeiten. er wird anders mit diesen medien umgehen, wird sie aktiver und selbstbestimmter für sich nutzen können." desweiteren sagte er:
"wenn man selbstbestimmte menschen erziehen will, die auch eine gesellschaft vorran bringen, dann gehört die befähigung zum lesen als grundkompetenz zwingend dazu. ich befürchte, dass hier insgesamt immer noch viel zu wenig getan wird. ...."
nachdenkenswerte ansätze, die herausforderungen im ganz persönlichen leben, sowie in der arbeit mit jeglicher altersgruppe mit sich bringen.
darüber hinaus empfinde ich ein zitat des schriftstellers erich kästners noch als eine gute und hilfreiche ergänzung zum bisher gesagten:
"wer lesen kann, hat ein zweites paar augen, und er muss nur aufpassen, dass er sich dabei das erste paar nicht verdirbt."
fritz

(quelle: dnn vom 18.03.2010)

Mittwoch, 2. Dezember 2009

gesellige werbung

herr balduin,
vielleicht sind dir diese bilder schon mal in form von großen werbeflächen begegnet ... du weißt ja, ich bin ein begeisterter anhänger von guter, ansprechender und aussagekräftiger werbung. diese hier ist ein besonderes bonbon dieser kategorie. doch überzeuge dich selbst und lass dich inspirieren ... :-)
weitere informationen findest du unter "dieGesellschafter.de"
fritz

ps: habe dank meine liebe frau für deine recherche!